Gemeindehistorie

Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde Birkenhördt stammt aus dem Jahre 1322.
In diesem Schriftstück verlehnt der Abt Heinrich des Klosters Klingenmünster die Gemeinde an einen Adeligen namens Anselm von Berwartstein.

Eine Rolle in der Geschichte unserer Gemeinde spielten schon immer die umliegenden Klöster und Lehensgebiete wie das Kloster Klingenmünster und das Kloster Weissenburg, heute Wissembourg in Frankreich.
Auch die Lehnsherren der Burgen Berwartstein und Fleckenstein hinterliessen ihre Spuren in unserer Geschichte. So trifft man darin auch immer wieder auf die Verbundenheit unserer Region mit dem heute französischen Elsaß, was sich auch in der Kultur und Lebensart auf beiden Seiten der Grenze niedergeschlagen hat.

Im Zuge der Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges und der sich anschließenden Zeit, die ebenfalls von Unsicherheit und Krieg bestimmt war, wechselte die Herrschaft über unsere Gemeinde mehrmals zwischen Frankreich und Kurpfalz.

Dieser Wechsel zog sich bis in die heutige Zeit, denn erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der heutige, hoffentlich stabile Zustand erreicht.

Relikte der beiden großen Kriege sind überall in unserem Raum in den Wäldern, ja sogar noch in den Gemeinden und Städten anzutreffen. In Bad Bergzabern bespielsweise wird ein Teil einer alten Bunkeranlage als “Westwallmuseum” genutzt. Die Gemeinde Steinfeld besitzt ein großes Stück so genannter “Höckerlinie” und im benachbarten Elsaß kann man vollständig erhaltene Befestigungen der “Maginot-Linie” besichtigen.

Nach der Zeit des Wiederaufbaus erblühte unsere Gemeinde erneut und die Zahl ihrer Einwohner stabilisierte sich bei etwas über 700. Ein neues Dorfgemeinschaftshaus wurde errichtet und es wurden Wanderwege und Erholungsplätze geschaffen. Seit dem Jahre 1997 wacht die der Mutter Gottes und Bruder Konrad geweihte “Friedenskapelle” über unserem Ort. Sie ist als weithin sichtbares Bauwerk zu einem wohlbekannten Anziehungspunkt geworden.

Die zunehmende Europäisierung hat auch unsere Gemeinde und Region ergriffen und man darf hoffen, dass sich die Regionen zu beiden Seiten der zumindest optisch verschwundenen Staatsgrenze ihre typischen Eigenheiten bewahren können. Gerade diese regionalen Unterschiede machen unsere Regionen so interessant und liebenswert - in ihrer Gemeinsamkeit und ebenso in ihrer Verschiedenheit.

Diese und viele weitere interessante Fakten sind nachzulesen in der preisgekrönten Birkenhördter Ortschronik von Egon Bade “Birkenhördt im Wandel der Zeiten”, zu beziehen über den Heimat- und Kulturverein Birkenhördt.

 


Die 675-Jahrfeier im Jahre 1997

Im Jahre 1997 wurde Birkenhördt, berechnet nach dem Datum der ersten urkundlichen Erwähnung 675 Jahre alt.
Aus diesem Grund beschloß die Gemeindeführung den Anlaß mit einem Gemeindefest zu würdigen.
Die große Veranstaltung sollte sich von Freitag, dem 5. September bis Sonntag, dem 7. September 1997 erstrecken.

Musik und Tanz bildeten den Leitfaden, der sich durch das Programm zog. Besonders hervorgehoben werden sollte dabei die Musikkapelle aus Uigendorf / Oberschwaben, da ihr Auftritt auf freundschaftlichen Beziehungen fußt, die auch heute noch andauern.

Eingebettet in diese musikalische Umrahmung waren all die Grußworte, Wettbewerbe, Preisverleihungen, Spiele und Unterhaltungsprogramme, die den Gästen Unterhaltung boten und den Reiz einer solchen Veranstaltung ausmachen.

Ein Dank an alle, ohne deren Engagement solche Veranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten ist auch heute noch angebracht.

(Quelle : Festschrift der Gemeinde Birkenhördt anläßlich der 675-Jahr-Feier)


Das Birkenhördt Projekt

Das Birkenhördt-Projekt ist ein nicht-kommerzielles Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, alle genealogischen Verbindungen im südlichen Teil der Pfalz (Kreis Südwestpfalz, Kreis Südliche Weinstraße) und dem französischen Départment Bas-Rhin aufzuzeigen. In ihm werden auch die Auswanderer aus dieser Region und ihre Nachkommen im Lande ihrer Einwanderung dokumentiert.