Wo die alternde Gesellschaft ein Fremdwort ist

Große Freude beim Neujahrsempfang über die bevorstehende Wiedereröffnung des vor zehn Jahren geschlossenen Kindergartens

„Wenn wir entschlossen vom anderen das Beste erwarten, wird es uns auch passieren“, begrüßte der Birkenhördter Ortsbürgermeister Matthias Ackermann rund 120 Gäste, die zum Neujahrsempfang gekommen waren und sich mit dem Ortschef über die bevorstehende Wiederöffnung des Kindergartens freuten. An dem Beispiel Kindergartens zeigte Ackermann nach eigener Überzeugung auf, wie durch „den festen Glauben an das Bestmögliche am Ende genau das stehen kann, was man allgemein für unmöglich gehalten hat.“ Noch vor ein oder zwei Jahren habe niemand in Birkenhördt ernsthaft daran geglaubt, dass die Wiederöffnung Thema werden könnte. Doch dank der steigenden Kinderzahlen werde die Kommune eine neue Einrichtung eröffnen, die die katholische Kirche wegen damals zu wenigen Kindern im Dorf habe schließen müssen. Nach vielen Gesprächen und einigem „belächelt werden", ging es am Ende dann doch recht schnell. Es habe positive Signale für finanzielle Zuwendungen vom Bund, Land und Kreis gegeben, wofür sich der Ortsbürgermeister herzlich bedankte, besonders bei dem zuständigen Kreisjugendamt mit seinem Dezernenten Nicolai Schenk und dem Abteilungsleiter Peter Lerch, die mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten. Ackermann sagte, er habe nicht überprüft, ob es in Rheinland~Pfalz schon einmal eine Wiedereröffnung eines mangels Kinderzahlen geschlossenen Kindergartens gegeben habe, aber er sei davon überzeugt, dass es für Birkenhördt „etwas Einmaliges“ sei. Der Gemeinderat sei sich seiner finanziellen Verantwortung für Birkenhördt sehr bewusst und habe sich der wirtschaftlichen Belastung durch die Kindertagesstätte gestellt. Dafür wolle er jedem und jeder einzelnen herzlich danken, besonders auch der Ersten Beigeordneten Heidi Braun, die sich unermüdlich einsetze, vor allem auch in der Jugendarbeit. Selbstverständlich behalte man im neuen Jahr auch die anderen Projekte im Auge, wie den erhofften Kreisel am westlichen Ortseingang, die erforderliche Umstellung der Straßenbeleuchtung usw. Auch bei dem Thema „Tempo 30“ in Teilen der Ortsdurchfahrt lasse man nicht locker. sei die Anordnung von der Verbandsgemeindeverwaltung doch jetzt schon mehrere Monate zugesagt. Abschließend bedankte sich der Ortsbürgermeister bei allen, die sich im vergangenen Jahr in den verschiedenen Vereinen und Organisationen, der Kirche, der Feuerwehr, im Gemeinderat oder im Kleinen, in der Nachbarschaft, im Freundeskreis uneigennützig in den Dienst anderer gestellt haben. Feierlich umrahmt wurde der Empfang vom Blasorchester Birkenhördt unter anderem mit dem Titel „One moment in time". (fuv)

Bericht aus der Rheinpfalz vom 11.01.2012