Ortsbürgermeister Ackermann begrüßt mehr als 120 Gäste beim Neujahrsempfang

Anhand der "Geschichte mit dem Hammer" des österreichischen Philosophen Paul Watzlawik fragte Ortsbürgermeister Matthias Ackermann in seiner Neujahrsansprache auch selbstkritisch in die Runde, dass der Mensch viel zu oft nach Haken, Ecken und Kanten suche und sich dadurch selbst um wunderbare Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen bringe. "Wenn wir entschlossen vom anderen das Beste erwarten, wird es uns auch passieren", zog Ackermann einen positiven Schluß aus der Geschichte.

Zahlreiche Birkenhördterinnen und Birkenhördter, Kinder und Jugendliche, aber auch Gäste von außerhalb, darunter Stadtbürgermeister Harald Bratz, Ortsbürgermeister Karl Hoffmann aus Kapellen-Drusweiler, der Erste Beigeordnete Dirk Paulsen aus Böllenborn und Ortsvorsteher Michael Nauth aus Blankenborn waren ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Feierlich umrahmt wurde der Empfang vom Blasorchester Birkenhördt unter anderem mit dem Titel "One moment in time".


An dem Beispiel der Wiedereröffnung des Kindergartens demonstrierte Ackermann, wie durch "den festen Glauben an das Bestmögliche am Ende genau das stehen kann, was man allgemein für unmöglich gehalten hat."

Wer hätte vor ein oder zwei Jahren allen ernstes daran geglaubt, dass man heute in Birkenhördt in den verschiedenen Gremien, in der Bevölkerung, über die Wiedereröffnung des vor mehr als 10 Jahren mangels Kinderzahlen geschlossenen Kindergartens rede, Entscheidungen treffe und sich an die Arbeit mache? Niemand könne sich vorstellen, wie er bei den verschiedenen Besprechungen, die wegen der Betreuung der Birkenhördter Kinder in den letzten Jahren in den Kindertagesstätten der Stadt mit Vertretern des Landesjugendamtes, der Landkreises und der Verbandsgemeinde stattgefunden hätten, belächelt -er wolle nicht sagen ausgelacht- worden sei, wenn er den ehemaligen Kindergarten und die freien Räumlichkeiten in Birkenhördt ins Spiel gebracht habe, so Ackermann.
Das sei oft nur in einer Randbemerkung geschehen, aber immer wieder und immer wieder habe er gemeinsam mit der Ersten Beigeordneten Heidi Braun "unseren Kindergarten wie "sauer Bier" angeboten, bis eines Tages aus dem Belächeltwerden eine ernsthafte Nachfrage des Jugendamtes geworden sei man sich die Räume gerne mal anschauen wollte. Dies sei dann auch geschehen und plötzlich seien alle Feuer und Flamme gewesen, so Ackermann.
In relativ kurzer Zeit habe es dann auch positve Signale für finanzielle Zuwendungen vom Bund, Land und Kreis, wofür sich der Ortsbürgermeister herzlich bedankte, besonders bei dem zuständigen Kreisjugendamt mit seinem Dezernenten Nicolai Schenk und dem Abteilungsleiter Peter Lerch, die mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten.

Ackermann sagte, er habe nicht überprüft, ob es in Rheinland-Pfalz schon einmal eine Wiedereröffnung eines mangels Kinderzahlen geschlossenen Kindergartens gegeben habe, aber er sei davon überzeugt, dass es für Birkenhördt "etwas Einmaliges" sei.

Der Gemeinderat sei sich seiner finanziellen Verantwortung für Birkenhördt sehr bewußt und habe sich der wirtschaftlichen Belastung durch die Kindertagesstätte gestellt.
Dafür wolle er jedem und jeder einzelnen herzlich danken, besonders auch der Ersten Beigeordneten Heidi Braun, die sich unermüdlich einsetze, vor allem auch in der Jugendarbeit.

Als das Thema der Wiedereröffnung des Kindergartens so langsam öffentlich geworden sei, seien Bürger aus der Gemeinde auf Ackermann und Braun zu gekommen und hätten spontan erklärt, sich beim Um- und Ausbau einbringen zu wollen.

Diese Bürgerinnen und Bürger hätten die einmalige Chance für Birkenhördt, mit der Kindertagesstätte eine zukunftsweisende Einrichtung zu schaffen, die Birkenhördt als Wohngemeinde noch attraktiver und reicher mache.

Die Letztgenannten hätten, wenn er wieder den Bogen zu der Hammergeschichte von Paul Watzlawick spannen wolle, nicht gesagt: "Das wird sowieso nichts", sondern sie hätten, ohne danach gefragt worden zu sein, spontan erklärt, sie machten mit, sie helfen mit, sie finden es toll, wenn die Wiedereröffnung gelinge.

Ackermann bat alle Anwesenden herzlich und ermunterte dazu, sich auch zu beteiligen, wenn es bald los gehe.
Jede noch so kleine Hilfe werde benötigt, wenn das Ziel erreicht werden solle, die Wiedereröffnung des Kindergartens im August miteinander zu feiern.
Es werde rechtzeitig darüber Informationen geben, wenn es los gehe. Es seien nur noch ein paar Formalien wie z.B. der Grundstückskauf zu erledigen.

Selbstverständlich behalte man im neuen Jahr auch die anderen Projekte im Auge, wie den Kreisel am westlichen Ortseingang, die erforderliche Umstellung der Straßenbeleuchtung usw. Auch bei dem Thema "Tempo 30" in Teilen der Ortsduchfahrt lasse man nicht locker, sei die Anordnung von der Verbandsgemeinde doch jetzt schon mehrere Monate zugesagt.

Abschließend bedankte sich der Ortsbürgermeister am Ende seiner Ansprache bei allen, die sich im vergangenen Jahr in den verschiedenen Vereinen und Organisationen, der Kirche, der Feuerwehr, im Gemeinderat oder im Kleinen, in der Nachbarschaft, im Freundeskreis uneigennützig in den Dienst anderer gestellt haben. Das Gemeinwesen in Birkenhördt lebe von den vielen Ehrenamtlichen, die sich einbrächten.
"Und genau das ist es, was unser liebenswertes Birkenhördt ausmacht, dass wir ein sehr reges, abwechslungseiches gesellschaftliches Leben und auch Gemeinsinn haben", schloß Ackermann mit den besten Wünschen für das neue Jahr.